07|17 CWE Sommerbegehung – Historisches Fulda

Der CWE Stadtverband Fulda hat erneut eine Begehung im Stadtbereich Fuldas unternommen. Der CWE Stadtverband hat sich für das Jahr 2017 Historische und Kulturelle Plätze bzw. Gebäude auf die Tagesordnung gesetzt. In der Vergangenheit setzte sich die CWE Fulda bereits für die Aktivierung der Freilichtbühne am Frauenberg ein und unterstützt eine Öffnung des Hexenturms in der Fuldaer Altstadt. Im Zuge der letzten Begehung, die von vielen Vereinsmitgliedern besucht wurde, besichtigte die CWE unter der Führung des Vorsitzenden des CWE Arbeitskreises Denkmalpflege und Umwelt Ludger Tollrian und des Stadtverbandsvorsitzenden Martin Jahn und dessen Stellvertreterin Pia-Maria Schindler den Bereich des Domplatzes.

Der CWE Stadtverband musste bei der Begehung von Schäden an der Domtreppe Kenntnis nehmen. Diese monumentale Freitreppe ist inzwischen in die Jahre gekommen. Jetzt wird fleißig ausgebessert. Ausbrüche wurden mit Mörtel zugeschmiert. Für den CWE Stadtverband ist dieser Zustand nicht akzeptabel. Schließlich ist gerade der Domplatz und die Domtreppe für Besucher unserer Stadt ein Aushängeschild, so die Wählergemeinschaft. Die Verfugung der Trittstufen ist größtenteils nicht mehr vorhanden. Gras wächst aus den Fugen. “Da hier anscheinend keine Bauunterhaltung betrieben wurde ist die Treppe jetzt auf den Weg nach unten. Einzelne Tritte klappern schon. Die Treppen haben somit keine Fundamentierung. Ausbrüche an den Stufen werden nicht mit Vierungen geschlossen. Hier ist eine Stolper- bzw. Unfallgefahr gegeben. Diese Treppe hat schon lange keinen gelernten Steinmetz oder Steinmetzmeister gesehen,” so der CWE Vorsitzende. Pia Maria Schindler ergänzte: “Wir werden uns für die Instandsetzung der Domtreppe einsetzen. Das gesamte Umfeld ist ein Aushängeschild unserer Stadt und sollte auch als solches gesehen werden.”

Ludger Tollrian: “Durch die beiden gradlinig verlaufenden Alleen Pauluspromenade und Kastanienallee vom Profanbereich getrennt, wird der Stiftsbezirk noch heute im Norden und Westen von der alten Klostermauer begrenzt. Der weiträumige Platz vor dem Dom wurde zum Bonifatius Jubiläum 1954 angelegt, d.h. er wurde gepflastert und mit einer barockisierenden Balustrade versehen, die von einer achsenverschobenen, monumentalen Freitreppe unterbrochen ist. Der für die fünfziger Jahre typische Entwurf für den parabelförmig strukturierten Platz mit den seitlichen Grünflächen ist Resultat einer Teamarbeit der Architekten H. Köhler (Frankfurt), Rudolf Esterer (München), Gustav Odenwald (Fulda) und R. Willumeit (Darmstadt).”

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